Die Prinzen Trilogie


Autor: C.S. Pacat

Originaltitel: The Captive Prince Book 1, 2, 3

Verlag: Heyne Verlag

Erscheinungsjahr: 13.02.017

Seitenzahl: 864 Seiten (plus 4 Kurzgeschichten, 

die nicht in diesem Band enthalten sind)

ISBN: 978-3453318205

Format: Broschierte Ausgabe

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Taschenbuch 16,99 Euro


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Über die Autorin

C. S. Pacat wurde in Australien geboren und studierte an der University of Melbourne. Sie ist viel gereist und hat bereits in den verschiedensten Städten gelebt, u.a. in Tokio und in Perugia. Die Autorin lebt und arbeitet in Melbourne.

Klappentext

Eigentlich ist der Kriegerprinz Damen der rechtmäßige Erbe von Akielos, doch dann gerät er in Gefangenschaft und wird in die Sklaverei verkauft – ausgerechnet an Laurent, den Kronprinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, und er steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, lernt Damen Laurent besser kennen, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: seinen eigenen Thron zurückzugewinnen oder Laurents scheinbar so eiskaltes Herz zu erobern ...  


Meine Meinung

Sexy, düster, magisch, verspricht der Klappentext und leitet einen damit auf eine völlig falsche Fährte. Ich muss sagen, ich habe mit etwas ganz anderem gerechnet. Die Meinungen über dieses Buch könnten nicht weiter auseinandergehen, so finden es die einen großartig, die anderen abgeschmackt und völlig daneben. Sklaverei und Vergewaltigung seien in keiner Weise zu tolerieren und erotisch auszuarbeiten. Ein Punkt, dem ich absolut zustimmen kann und daher finde ich den Klappentext des Verlages -jedenfall die oben genannte Zeile- absolut unpassend. Mal abgesehen davon, dass nichts Magisches passiert ?!

Aber davon abgesehen und damit komme ich zu meiner Meinung zum inhaltlichen Teil des Romans, kann ich den negativen Rezensionen nicht zustimmen. Wie einige vielleicht schon auf Instagram verfolgen konnten, ist der Roman auf gutem Wege zu einem meiner Lieblingsbücher zu werden und folgend nenne ich euch auch die Gründe dafür.


Ursprünglich im englischen Orginal erschien der Roman in drei Bänden und was bin ich froh, dass ich mir gleich das komplette Werk in einem Band aus dem Heyne Verlag angeschafft habe. Jeder Band endet mit einem massiven Cliffhanger und ich hätte es wohl nicht überlebt, wenn ich nicht

direkt weiterlesen hätte können.

Sehr gut gefallen hat mir zum einen die Ausarbeitung ihrer Romanwelt, die mich stark an ein umfangreiches Fantasieepos erinnerte. Man hat das Gefühl richtig in die Welt einzutauchen, die Pacat entwirft. Wir befinden uns nämlich in einer fiktionalen Welt und geraten in einen Konflikt der verfeindeten Königreiche Akielos und Vere. Die fantastische Erzählung lässt sich zeitlich nur schwer einordnen, zunächst hatte ich den Eindruck, der Roman spiele vor einem antiken Hintergrund, allein der Namen wegen, aber ich habe zunehmend den Eindruck gewonnen, dass er eher vor einem mittelalterlichen Kontext einzuordnen ist. Kulturell erinnert das eine ein wenig an die Germanen, das andere an eine Mischung aus Römern und Franzosen. Unterschiede zwischen den Völkern werden nicht nur sprachlich sondern auch kulturell immer wieder deutlich gemacht.

Die Hauptperspektive der Geschichte, dargestellt in dritter Person und Vergangenheitsform, ist die des Kronprinzen von Akielos, Damianos, genannt Damen. Dieser wird durch eine Intrige seines Halbbruders Kastors in die Sklaverei verkauft, zu allem Übel nach Vere, wo er dem jungen Prinzen Laurent als persönlicher Leib- und Lustsklave dienen soll. Seine wahre Identität wird allerdings verschwiegen, am Hofe von Vere bleibt er zunächst nur ein gewöhnlicher Sklave.

Ein Grund für meine Bewertung liegt zu einem großen Teil in den  starken, facettenreichen Charakteren und wunderbar ausgearbeiteten Beziehungen, die sie untereinander pflegen, beggründet. Ich hatte Laurent und Damen sowie die Nebenfigur wie z.B. Jord, Aimeric etc. leibhaftig vor Augen, habe mit ihnen gelacht und gelitten.


Laurent und Damen könnten nicht verschiedener sein und ich muss gestehen, dass ich mich Hals über Kopf in diese beiden Figuren verliebt habe. Damen/Damianos der rechtmäßige Erbe des Thrones von Akielos ist ein selbstbewusster, im Kampf siegreicher Held, der gerne einmal über die Stränge schlägt. Er ist ein sehr impulsiver Mann, der sich oft von seinen Gefühlen lenken lässt. Abgesehen von Kämpfen und Kriegen, in denen er bedacht und überlegt agiert, handelt er meist bevor er denkt. Laurent ist nicht nur in diesem Punkt sein genaues Gegenstück. Während Damen eher körperlich handelt, ist Laurent der Denker, der verworrene Schlüsse zieht und Intrigen spinnt, ohne sich dabei in die Karten schauen zu lassen. Er ist verschlossen, vertraut niemandem außer sich selbst und obwohl er sich stark und unnahbar gibt, blitzt immer mal wieder durch, dass er im Grunde einsam und unsicherer als gedacht ist. Doch hinter seinen anfänglichen Gefühlskälte und seiner Arroganz steckt viel mehr, was ihn zu einer wahnsinnig spannenden Figur macht, die man bis zum Ende nie richtig durchschauen kann.


Die Lebendigkeit, die Pacat ihren Figuren verliehen hat, ist phänomenal, denn sie äußern und kommunizieren nicht allein durch Sprache. Die verschiedenen Arten von Erzählarten lassen den Roman niemals langweilig erscheinen, denn eine monotone, gleichbleibende Erzählsprache bleibt hier aus.

Die Handlung von "Die Prinzen" besteht hauptsächlich aus verworrenen Intrigen, Machtspielen und politischen Schachzügen, die der Geschichte immer wieder neue spannende Wendungen schenken und es unmöglich machen, das Ende wirklich vorauszusehen. Die Spannung bleibt durchgängig erhalten und macht es schwer, das Buch zwischendurch wegzulegen.


Mein Fazit 

Für mich ist "Die Prinzen" auf jeden Fall eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Von Anfang bis Ende blieb es durchweg spannend, wobei mir besonders das erste und dritte

Buch am besten gefallen hat, das liegt jedoch daran, dass ich nicht der größte Fan von langen Kampfszenen bin, die im zweiten Buch vemehrt auftreten.

Sogar noch mehr als die Geschichte, die wirklich wohl überlegt und toll ausgearbeitet wurde, haben mich die Charaktere in den Bann ziehen können. Man muss ein aufmerksamer Leser bleiben, sonst geht man in den Irrungen und Wirrungen der Intrigen und Namen des Buches unter und man verliert eventuel schnell die Lust daran. Von mir bekommt der Roman jedenfalls die volle Punktzahl.


✫✫✫✫✫/ Sternen




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