GASTBEITRAG von Jennifer Wolf "No Return 3" Cover Shooting

Aktualisiert: 1. Feb 2019

26.05.2018

Der Tag begann erstmal damit, dass ich mir mit meinen am Tag zuvor frisch rot gefärbten Haaren, nach der Dusche mein schönes, neues Oberteil rot färbte. Yay! Also flott die Klamotten getauscht und bei Affenhitze auf den Weg nach Bornheim-Sechtem zum Bahnhof gemacht. Die Tränen meiner Tochter bei der Verabschiedung und die Aussicht auf rund sechs Stunden Bahnfahrt mit Koffern und Umsteigen lagen mir etwas schwer im Magen, aber ich freute mich riesig darauf in Köln dann endlich Isabell Schmitt-Egner wiederzutreffen und mir war klar, dass mit ihr die Zeit schnell verfliegen würde. So kam es dann auch und die Bahnfahrt kam mir gar nicht so lang vor. Wir quatschten, lachten, schickten den Jungs Fotos von uns in der Bahn als Rotkäppchen und Puk, die Stubenfliege und planten die kommenden Tage und das Shooting. Das letzte Stück mussten wir in einer Regionalbahn hinter uns bringen, in der die Klimaanlage nur bedingt funktionierte und ein kleines Rentnergrüppchen sich über jeden Baum und jedes Haus freute … und wir fuhren durch den Schwarzwald! Schließlich näherten wir uns Konstanz und Liam und René überraschten uns mit der Nachricht, dass sie uns am Bahnhof abholen.Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal erlebt habt, aber es hat immer etwas total Spannendes, wenn man Menschen trifft, mit denen man vorher immer nur per Text und/oder Telefon kommuniziert hat. Es haben sich Bilder im Kopf verfestigt und man fragt sich, ob diese mit der realen Person übereinstimmen. Wenn man wie ich nicht unbedingt der selbstbewussteste Mensch ist, hofft man gleichzeitig auch, dass man sein Gegenüber nicht enttäuscht. Kurz: Man ist aufgeregt. Was im Endeffekt gar nicht nötig gewesen wäre. Es gab erstmal ein großes Hallo mit Umarmen und erstem vorsichtigen Beschnuppern. Letzteres hoffentlich nicht zu intensiv, denn Isa und ich hatten gerade zwei Stunden Regionalbahn-Schwitzen hinter uns. Wir waren also ordentlich durchgegrillt und unseren Aggregatszustand war wohl am besten mit „flüssig“ zu beschreiben. Falls ihr euch jetzt fragt … Liam und René rochen klasse ;-). Leute, die mir folgen, wissen vielleicht noch, dass ich von Robbie Culleys Duft geschwärmt habe. René trug den gleichen … und Liam meinen Koffer. Dafür war ich ihm in vielerlei Hinsicht sehr dankbar. Ich habe schon seit Kindesbeinen eine Störung im Gleichgewicht (Ohr), weshalb ich mich an Treppen immer gerne festhalte und ungern direkt neben Menschen gehe, die mir nicht vertraut sind. Ich rempele die Leute nämlich gerne kurz an, wenn ich mal wieder etwas torkele. Dem ein oder anderen mag das auf der Buchmesse schon aufgefallen sein. Daher war ich für Liams Kavaliersdienst sehr dankbar, war es doch auf Grund eines Gebäckbands nicht möglich mich auf der Treppe irgendwo festzuhalten. Wer Gleichgewichtsprobleme kennt weiß … Treppe runter ist fies und aus dem Alter um eine Hand zu bitten, bin ich dann doch schon was länger raus *grins*.Wir machten uns auf den Weg zur Ferienwohnung, wo Isa und ich uns erstmal frisch machten, während die Jungs die Bude inspizierten und in kürzester Zeit wussten, dass die Vermieterin Politik studiert und ihren Geldbeutel samt Bankkarte liegen gelassen hat. Gut, dass wir alle eine ehrliche Haut haben. Liam war so nett den Schaukelstuhl Probe zu schaukeln und René testete derzeit das Sofa. Umgezogen und erfrischt machten wir uns dann auf den Weg zum Fotostudio, wo doch tatsächlich ein kleiner Thron für mich stand. Nein, nicht absichtlich, aber ich habe ihn trotzdem für mich eingenommen, da ich ja außer ab und an meinen Senf dazu zu geben, keine weitere Aufgabe hatte. Liam und René mussten sich verliebt angucken und Isa fotografieren. René hatte zum Glück vorher schon für alles gesorgt … Ventilator, kühles Trinken und Knabberzeugs. So konnten wir die ersten Probebilder machen. Während die anderen also arbeiteten, konnte ich meiner Lieblingsbeschäftigung unter Menschen nachgehen … beobachten.Es war schon nach 20 Uhr als wir uns auf den Weg zu einem Aldi machten, um Sachen für das Frühstück und Trinken für den nächsten Tag einzukaufen. Dass wir uns hier an der Grenze zur Schweiz befanden, wurde schnell klar als wir die leeren Regale dort sahen. Liam und René erklärten uns, dass das hier immer so sei, während sie uns die Einkäufe hinterhertrugen. Danach machten wir uns auf ins Restaurant, wo wir Spätzle aßen und uns bis Mitternacht über Geister, Dämonen und co. unterhielten. Man stellte um uns herum bereits die Stühle hoch, es war also Zeit zu gehen. Während die Jungs noch lange auf ihre Fähre warten mussten, werteten Isa und ich in unserer GÖRLS-WG schon mal die ersten Fotos und den Tag aus. Impress Programm-Chefin Pia bekam noch in der Nacht die ersten Bilder von uns zugeschickt, da diese im Verlag sehnlichst erwartet wurden. Dann fiel uns auf, dass kein Bettzeug für das Schlafsofa da war und wir mussten improvisieren.


27.05.2018

Ich wachte irgendwann gegen 4:30 Uhr auf. Viel zu früh! Also drehte ich mich nochmal herum. Als dann jedoch um 5:00 Uhr Betrunkene auf der Straße grölten und dies geschlagene zwanzig Minuten durchzogen, setze ich mich auf und nahm mein Handy, um ein bisschen Gronkh zu schauen (Leute, schaut euch das Lets Play von „Detroit: Become Human“ an. Tut es!). Gegen acht frühstückten Isa und ich, planten den Tag und chatteten derzeit mit Liam, bis wir uns dann irgendwann zwischen neun und zehn auf den Weg zum Bahnhof machten, wo wir uns mit den Jungs in der Bäckerei trafen und ein bisschen was einkauften, um eventuelle Hungerattacken direkt im Studio überbrücken zu können. Zappelnd vor Neugierde erwarteten wir das erste Feedback aus dem Verlag und als dieses dann kam, konnten wir uns gut gelaunt an die Arbeit machen, denn Pia mochte, was wir ihr geschickt hatten. Zunächst hat Isa mit René ein kleines Shooting für Bewerbungsbilder gemacht, was Liam und mir die Gelegenheit gab im Raum daneben auf der Couch ein bisschen zu quatschen. Ja, worüber … das wollt ihr jetzt wissen, ne? Wird nicht verraten. Streng geheim.Mit den Erkenntnissen des gestrigen Tages, Schokoladenseiten, Cover-günstige Positionen und dass Schwarz aus René einen Rockstar macht, starteten wir erneut das Projekt „Shanian“. Auch wenn man in den Pausen immer merkte, dass die Jungs für das Shooting Rollen tauschten, denn dann lehnte sich René gerne an Liam und nicht andersherum, wie wir es für das Cover brauchten, musste ich doch immer wieder darüber schmunzeln wie viel René doch auch mit meinem Shane gemeinsam hat. Der blonde Kopf voller Ideen und immer einen Spruch auf den Lippen, hat es riesig Spaß gemacht ihm zuzuhören. Als Liebesromanautorin beobachte ich wahnsinnig gerne Pärchen und ihre Dynamik untereinander. Meistens kann ich verstehen warum sich der eine in den anderen verliebt hat, aber nicht umgekehrt. Bei Liam und René kann ich beide Seiten verdammt gut verstehen. Während Liam uns mit seinen intelligenten, hübschen, braunen Augen mit der Sogwirkung eines schwarzen Lochs verzauberte (wenn man zu lange hineinsieht, verliert man sich!), brachte René uns mit Sprüchen wie: „Liam, kannst du dich bitte mal in was süßes, kleines verwandeln, ich will jetzt was im Arm halten und kuscheln“ zum Lachen. Es war so schön zu sehen wie Liam am ersten Abend über den Tisch hinweg seinen René beim Erzählen betrachtete und man in seinem Gesicht genau ablesen konnte wie groß die Liebe ist … besser als jeder Liebesfilm. Er erwischte mich dabei René schmunzelnd dabei zu beobachten wie er sich nicht zwischen zwei Gerichten entscheiden konnte und raunte mir ein „Süß, oder?“, zu. Ja, Liam. Mega süß!Was die Jungs nicht wussten, Isa und ich hatten uns Geheimzeichen ausgemacht, falls etwas nicht so läuft und wir uns das mitteilen müssen ohne unsere Models zu verunsichern. Wir haben sie nicht gebraucht und hätten wir am Anfang der Reise gewusst was für wahnsinnig gute Bilder wir bekommen würden, wir wären das ganze noch entspannter angegangen. Die Fotos des ersten Abends gefielen uns schon sehr gut, diese wurden am zweiten Tag aber nochmal locker getoppt (ja, Liam … mein krankes Hirn auch gerade :P ). Am Nachmittag gingen wir dann raus an den Bodensee, um ein paar Fotos zu machen. Auf Grund des sonnigen, heißen Wetters war es allerdings brechend voll und neben Omas, die zu afrikanischer Musik an der Gehilfe steppten, latschten uns auch immer wieder Leute ins Bild. Als wir dann eine halbwegs gute Stelle gefunden hatten, saßen an der Seite leider zwei Typen, die unser Pärchen missmutig musterten. Ich positionierte mich so, dass ich sie beim kleinsten Piep mit Hektor, dem Reflektor (wie Isa ihn liebevoll nannte) hätte verprügeln können. Zum Glück hielten sie die Klappe. Trotzdem war das keine Situation in der unsere Jungs entspannt hätten posen können. Isa hatte jedoch alle Bilder, die sie brauchte und wir konnten uns auf die Suche nach etwas Essbarem machen. Im ernsten Restaurant war Selbstbedienung, allerdings war keinem von uns danach sich selbst zu bedienen … im zweiten gab es nur Eis und im dritten fanden wir schließlich ein Plätzchen im Schatten, direkt am See. Perfekt. Es dauerte jedoch bis uns endlich jemand bediente. Da keiner so richtig Hunger hatte, wurde kurzer Hand ein Salat und eine Pizza für alle bestellt und geteilt. Nur ich war so dreist ein Tiramisu ganz alleine zu verspeisen :D. Na ja, nicht ganz. Liam hat sich etwas vom meinem Obst darauf stibitzt. Ich schätze, mit italienischem Blut in den Adern kann man Tiramisu auf dem Tisch nicht einfach ignorieren <3 Zurück im Fotostudio macht wir noch ein paar Spaßbilder. Wer Isabell Schmitt-Egner kennt, weiß, dass sie mit 3D Programmen umgehen kann und nun war es an den Jungs Wünsche auszusprechen. Was dabei alles so herumgekommen ist, werden wir euch zeigen, sobald Isa fertig ist. Aber Renés Wunsch nach einer Meerjungmann Flosse, roten Haaren und Muschel-BH bleibt unvergessen. Ebenso haben wir ab sofort eine ganz neue Beziehung zu Joghurt und explodierenden Bodenfahrzeugen.Dann hieß es am Abend Abschied nehmen. Der Bus fuhr bereits auf uns zu, als wir an der Haltestelle ankamen. Wir drückten einander ein letztes Mal und ich wollte keinen der Beiden loslassen. Ein bisschen blutete mir das Herz als der Bus Isa und mich wegbrachte. Back in der GÖRLS-WG haben Isa und ich zu Abend gegessen und erneut Fotos gesichtet, bevor wir uns mit furchtbar langsamen Internet herumschlugen und versuchten Thomas Hermanns letzten Tanz bei Let’s Dance zu gucken. Die Mediathek und die dauernde Werbung haben uns fast den Verstand gekostet. Aber wir waren mega glücklich. Erfolg auf ganzer Linie! Wir hatten SUPER Bilder.

28.05.2018

Heimreise. Bilder haben wir kaum welche gemacht. Morgens ich zu Isa: „Wir schicken heute höchstens den Jungs ein Bild, oder? Dann brauche ich mich nicht schminken. Uns will eh keiner sehen.“Isa: „Ja, wir kennen unseren Platz.“Einvernehmliches Nicken. Wir wären so gerne noch etwas geblieben. Aber im ICE haben wir angestoßen. Auf Liam und René.Auf die genialen Bilder in unserer Tasche.Auf uns.Auf das Gerbereimuseum in Enger.






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