Lifers - Es gibt kein entkommen


Titel: Lifers - Es gibt kein Entkommen 

Autor: M.A. Griffin

Übersetzung: Ann Lecker

Seiten: 320 Seiten

Verlag: Chicken House / Carlsen

Erscheinungstermin: 26. Mai 2017

ISBN-13: 978-3551520920

Alter: Ab 13 Jahren


Vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zukommen ließ.


✫✫✫ ,5 STERNE


So etwas Eigenartiges hatte er noch nie zu Gesicht bekommen. Bei ihrem Anblick lief ihm trotz der schwülen Luft ein eiskalter Schauer über den Rücken. Er wollte nur noch weg von hier. Er hatte genug gesehen.“ (S.64)

Klappentext

Ein Mädchen verschwindet spurlos. Und nur Preston ahnt, wo seine beste Freundin Alice sein könnte. Verzweifelt sucht er nach einem Lebenszeichen und gerät dabei in die Fänge eines grausamen Instituts. Plötzlich steckt auch er in einem furchtbaren Gefängnis. Dutzende Jugendliche kämpfen hier ums Überleben. Umgeben von Chaos, Hunger und Verzweiflung versucht Preston, Alice und die anderen zu retten. Doch er weiß, ihnen bleibt nur wenig Zeit. Sonst ist der Ausgang für immer verschlossen ... Nervenzerfetzende Prison-Break-Spannung!


Handlung / Stil

Seit ein paar Tagen ist die beste Freundin von Preston, Alice, verschwunden. Das Letzte, was Preston von ihr gehört hat, ist eine zweideutige SMS: "Sorry. Ich gehe rein."

Gemeinsam mit seinem Freund Mace beschließt Preston, sich auf die Suche nach Alice zu machen. Ein geheimnisvolles Gebäude scheint der Schlüssel bei der Suche nach Alice zu sein. In diesem Gebäude stoßen die beiden Freunde auf eine furchteinflößende Maschine. Die, die sie erbaut haben, nennen sie auch "die Röhre." Sie beobachten, wie mehrere Jugendliche in die Röhre getrieben werden. Bald wird klar, an welchem Ort sie nach Alice suchen müssen. Preston wagt den Schritt und betritt eine grauenvolle Welt. Nun hängt alles von ihm ab. 

Soviel zur Handlung, die vom Grundgedanken richtig gut hätte werden können. Hätte... Ich hatte zunehmend den Eindruck, dass das Buch in vielerlei Hinsicht unfertig war und das Gewisse etwas fehlte. Die Szenen wirkten zum Teil absolut konstruiert und flossen nicht ineinander. Es kommt hinzu, dass die Kapitel sehr kurz waren und teilweise Zeitsprünge geschehen, die nicht wirklich nachvollziehbar sind. Man kommt ins Stolpern.

Dabei war der Anfang zunächst spannend und regte zum Weiterlesen an, auch wenn ich hier schon einige Fragezeichen in den Augen hatte. Die Reaktion von Preston auf das Verschwinden von Alice kam mir doch etwas seltsam vor. Man hätte nicht meinen können, dass es sich um seine beste Freundin handelte. Was mich auch schon zu den Charakteren führt...


Charaktere

Leider kann man kaum etwas zu den Charakteren sagen, da sie sehr oberflächlich und flach bleiben. Es gibt kaum einmal eine "Innenperspektive", in denen man sich mit den Gefühlen auseinandersetzt oder verdeutlich bekommt, was die Charaktere wirklich denken. Man hat dadurch nicht das Gefühl, "Teil" der Geschichte zu werden, sondern verfolgt das Ganz aus der Vogelperspektive, ohne eine Bindung aufbauen zu können. Daher konnte mich die Story auch leider nicht so mitreißen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Hauptaugenmerk liegt auf der nebulösen, geheimnisvollen Story, aber ein bisschen mehr Charaktertiefe wäre nicht fehl am Platz gewesen. Ich hätte mir gewünscht mehr über Preston und seine Freunde zu erfahren, meine Hoffnung starb zuletzt. Die kleine Liebesgeschichte, die miteingebunden wurde, hätte man sich meiner Meinung nach, in Anbetracht dessen, auch sparen können. Sie war aber dennoch ein nettes Extra.


Alles in Allem

Lifers ist grundsätzlich ein rasantes Action-Abenteuer für Jugendliche und spricht damit wohl auch einige Jungs an. Um keine Spoiler in der Rezension zu verarbeiten, kann ich nur soviel sagen: Teilweise erinnerte mich die Story ein bisschen an die Mazerunner Triologie und diese fand ich wirklich toll. Ich bin ein großer Fan von Thomas und seinen Freunden. Die Idee von "Lifers" ist tatsächlich vielversprechend und ich hatte einige Erwartungen an die Umsetzung, als ich den Klappentext zum ersten Mal las. Griffin kann sie allerdings nur mäßig umsetzen, dazu fehlen an vielen Stellen einfach die erzählerischen Kniffe. Für Jugendliche der vorgegebenen Altersklasse ist dieser Roman jedoch mit Sicherheit lesenswert und eine nette Unterhaltung für Zwischendurch.

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