Nachhaltig leben - nachhaltig lesen

Aktualisiert: Mai 22

Seit dem letzten Jahr darf ich mich offiziell Autor nennen. Viele Jahre zuvor habe ich wie viele andere davon geträumt, mein eigenes Buch in den Händen zu halten oder in der Buchhandlung stehen zu sehen. Ich kann euch versprechen-, das Gefühl ist einzigartig und der Gedanke daran lässt auch noch heute mein Herz höher schlagen. Aber leider hat jedes Buch auch eine Schattenseite, schließlich ist Papier ein endlicher Rohstoff. Nur die wenigsten Bücher, Zeitschriften und Co. werden auf recycelten Fasern gedruckt, das heißt, täglich werden dafür riesige Flächen Wald gerodet. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: Lasst uns anfangen, nachhaltiger zu lesen.


Die Umweltauswirkungen eines Buches

Werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf die Fakten. Die Herstellung gedruckter Bücher ist mit enormen Umweltauswirkungen verbunden, die das Öko-Institut berechnet hat. Neben Papier werden auch andere Ressourcen wie Wasser und Bleichmittel verbraucht. Die Produktion von zehn Büchern mit 200 A5-Seiten erzeugt bei der Papierherstellung rund 10 Kilogramm CO2 und beim Druck noch einmal 800 Gramm. Die Herstellung des Papiers fällt somit am meisten ins Gewicht, vor allem, wenn das Papier aus Frischfasern hergestellt wird. *




Wie viel ist das in Bäumen?

In Love With Adam wiegt mit circa 300 Seiten 350g. Angenommen es wurden in der ersten Auflage 5000 Bücher gedruckt, dann wurden dafür 1.750kg Papier benötigt. Nach einer Berechnung lassen sich aus einem Eukalyptus-Baum ca. 1.500 kg Papier herstellen, aus einer Fichte ca. 670 kg Papier. Das heißt, für in In Love with Adam wurden 1-2 Eukalyptus-Bäume oder 2-3 Fichten verwendet. (Es gibt Quellen, die von weit aus mehr Bäumen ausgehen.) Das klingt erst einmal nicht viel, aber allein in Deutschland sind2017 fast 83.000 Bücher erschienen. Das sind 230 Bücher pro Tag!




Weniger lesen ist keine Option

Das heißt aber noch lange nicht, dass wir deshalb alle weniger lesen dürfen, um die Umwelt zu schonen, wir sollten uns aber die Alternativen vor Augen führen.



Ausleihen bei Freunden und Bekannten

Warum muss jedes Buch, das wir gerne lesen möchten, auch am Ende in unserem eigenen Bücherregal stehen? Seien wir mal ehrlich, wie oft lesen wir sie ein zweites oder drittes Mal? Bücher auszuleihen tut auch dem Geldbeutel gut.


Stadtbibliotheken

Als Kind habe ich eine Menge Zeit in Bibliotheken verbracht. Das hat sich verloren, als ich erwachsen geworden bin und mein eigenes Geld verdient habe. Dabei bietet die Zentralbibliothek in Hamburg rund 500000 Medien an, die ich für 45€ im Jahr ausleihen könnte!


Der Secondhand-Kreislauf

Ich habe gut die Hälfte meines Bücherregals aussortiert, der Stapel ungelesener Bücher wuchs mir einfach über den Kopf. Die meisten davon konnte ich verkaufen, der Rest ist in Bücherschränken gelandet. Gebt Büchern ein zweites, vielleicht auch drittes Leben, indem ihr sie weiterverkauft und gleichzeitig secondhand kauft.


Auf eReader umsteigen

Anfangs stand ich den eReadern skeptisch gegenüber. Sie fühlen sich nicht an wie ein richtiges Buch, sie riechen nicht nach gedrucktem Papier... Und doch steckt so viel in ihnen drin! Tausende Geschichten passen in sie hinein und dabei bleiben sie ein Leichtgewicht, das man in der Jackentasche herumtragen kann. Ökologisch sinnvoll sind sie allerdings nur für Vielleser, wie Ulrike Wilke in ihrer Masterarbeit „»Grüner« lesen: Buch oder eBook?“ feststellte.


Bäume pflanzen

Das könnt ihr übrigens ganz entspannt von zuhause aus, wenn ihr auf der Couch sitzt und im Internet surf. Nutzt dafür einfach die Suchmaschine Ecosia. Mit nur ~45 Suchanfragen wird ein Baum finanziert!

*Quelle:

Geo.de

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