Rezension | "Du bringst mein Leben so schön durcheinander"

Aktualisiert: Jan 16


Klappentext

Als Ava und Gideon sich beim Nebenjob im Schnellrestaurant kennenlernen, vermutet keiner von beiden, dass diese Begegnung alles verändert. Das beliebte Mädchen und der schüchterne Poetry-Slammer könnten nicht unterschiedlicher sein. Gemeinsam haben sie nur, dass Schicksalschläge etwas in ihnen haben zerbrechen lassen. Schnell entsteht zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft, in der sie sich gegenseitig Halt geben. Immer intensiver werden die Gefühle, aus der Freundschaft wird mehr. Doch so viel Nähe sind beide nicht gewöhnt, ob ihre Liebe das aushalten wird?



Meine Meinung

In „Du bringst mein Leben so schön durcheinander“ von Claire Christian geht es um zwei Jugendliche, die uns ihre schwierige Situation schildern und uns auf ihrer Reise an die Hand nehmen. Während Ava unter dem Selbstmord ihrer besten Freundin leidet und versucht, diesen Verlust zu verarbeiten, ist Gideon ein zurückhaltender Junge, der schreibt, um seine eigenen Sebstmordgedanken zu überwinden. Die beiden lernen sich durch ihren Nebenjob im Schnellrestaurant kennen und freunden sich an, geben sich gegenseitig Halt, lesen die Scherben des jeweils anderen auf.


„Weißt du, was die Japaner mit zerbrochenen Dingen machen? Sie setzen sie wieder zusammen. Aber die Lücken füllen sie mit Gold. Sie gehen davon aus, dass diese Risse eine Sache nur noch schöner und wertvoller machen, weil sie ein Teil ihrer Geschichte sind.“


Und doch ist ihre Freunschaft wie die beiden Seiten einer Medaille. Sie bauen eine innige Beziehung zueinander auf, an der sie fast zerbrechen. So viel Nähe ist keiner von beiden gewöhnt. Andererseits können sie auch nicht mehr ohne einander, denn sie geben sich Halt, verhindern, dass der andere in ein Loch fällt, aus dem er es nicht mehr alleine herausschafft.

Besonders macht diese Geschichte nicht nur das ernste Thema rund um Depression und Mental Health, sondern auch die verschiedenen Perspektiven der beiden jungen Leute, die ganz unterschiedlich mit ihrer Situation umgehen. Der Schreibstil der Autorin Claire Christian geht ganz tief unter die Haut, schafft es mit Leichtigkeit, aber auch Ernsthaftigkeit uns die Geschichte von Ava und Gideon nahzubringen. Sie beschreibt das Gefühlschaos authentisch, mit Witz, an anderer Stelle eher nüchtern, was wunderbar zur Geschichte passt.

Die Geschichte von Ava und Gideon hat mich sehr berührt und regte mich zum Nachdenken an. Sie ist emotional, tiefsinnig und vor allem auch schonungslos realistisch. An einigen Stellen hat sie mich überrascht, an anderen so Manches gelehrt. Claire Christian erfindet das Rad nicht neu, denn ähnliche Geschichten wurden bereits geschrieben. Und trotzdem ist es nicht nur ein wahnsinnig schönes, sondern auch sehr wichtiges Jugendbuch. Wer die Bücher von John Green, Rainbow Rowell und Jennifer Niven liebt, sollte sich auch von «Du bringst mein Leben so schön durcheinander» begeistern lassen. Wenn ihr euch dafür entscheidet, bekommt ihr mehr als nur eine poetische Liebesgeschichte. Ich verspreche euch, ihr werdet das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und werdet einen kleinen Platz in eurem Herzen für diese Geschichte freiräumen müssen.


Danke an den Thienemann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Herzensbuch






Titel: Du bringst mein Leben so schön durcheinander

Autorin: Claire Christian

Originaltitel: "Beautiful Mess"

Verlag: Thienemann

ISBN: 978-3-522-20257-2

Erscheinungsdatum: 11.Februar 2019

Einbandart: Hardcover

Preis: 16,00€

Seitenzahl: 320

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