Todesreigen


Titel: Todesreigen

Autor: Andreas Gruber

Seiten: 576 Seiten

Verlag: Goldmann

Genre: Thriller, Profiling

ISBN: 978-3-442-48313-6

Form: TB,  576  Seiten

Preis: 9,99 €


 ✫✫✫✫ STERNE


Klappentext

Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auszulöschen ... 


Reiheninformation

Diese Rezension spoilert selbstverständlich nicht in Bezug auf dieses Buch. Solltet ihr allerdings den Vorgänger „Todesmärchen“ noch nicht gelesen haben, könnte euch diese Rezension spoilern. Lesen daher ausdrücklich auf eigene Gefahr. Man kann diesen Band meiner Meinung nach auch ohne die Vorgänger verstehen, ich empfehle aber die richtige Reihenfolge, da einem sonst einfach jegliche Zusammenhänge fehlen und man nicht mit den Charakteren warm wird. Über diese selbst wird nämlich eher wenig ezählt, besonders über Sabine, die nun als Protagonistin im Mittelpunkt steht. 


Schreibstil

Der Autor schreibt genial. Es ist nicht das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe und daher weiß ich, dass er großartige Thriller schreibt. Auch dieses Mal hat er mich wieder in seinen Bann gezogen, vorallem deshalb, weil der Spannungsbogen konstant oben gehalten wird. Das Buch ließ sich wirklich gut und vor allem flüssig lesen. Gut gemacht sind auch die Zeitsprünge. Aus der Gegenwart wird in zwei verschiedenen Zeitzonen zurück gesprungen, um die Gegebenheiten nach und nach aufzuklären. Warum und weshalb das Passierte geschehen ist. Ein paar klitzekleine Klischees gab es dennoch, was einige Dinge etwas vorhersehbar gemacht hat, aber daran habe ich mich nicht gestört. Es werden immer nur Stückchen aufgezeigt, so dass man einfach weiterlesen musste. Die Neugierde wurde angeregt und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.


Fazit

Ich habe mir viel von diesem Band erhofft. Nachdem der dritte Band so nervenaufreibend geendet hat, war ich sehr auf den vierten Fall (oder wie Gruber es nennt: der Auftakt zur zweiten Trilogie) gespannt. Daher habe ich kaum etwas an diesem Buch auszusetzen. 

Gruber schreibt spannende und gute Thriller und das hat er mir auch hier wieder bewiesen. Dennoch habe ich mehr erwartet als ich bekommen habe. Mir fehlt die ganz spezielle (Arbeits-)Beziehung zwischen Sneijder und Nemez, die der Leser hoffentlich im nächsten Band wieder zu spüren bekommt.

Der Fall ist diesmal ein bisschen anders gelagert, allein schon deshalb, weil die Opfer beim BKA arbeiteten. Bisher hatten wir es mit einem starken und sturen Ermittler-Duo zu tun, das sich an die Fersen von Serienmördern heftet und deren Taten aufklärt. Nichtsdestotrotz war es spannend und voller Action. Die Handlung spielt diesmal nur im Raum Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, aber das hat mich wenig gestört. Außerdem trifft man auf alte Bekannte und lernt neue Charaktere kennen. 

Man liest hier ein Buch, welches mit durchgehend rasanter Handlung besticht und bis zur letzten Seite und darüber hinaus spannend bleibt! An einigen Stellen darf man auch schmunzeln. 

Ein Cliffhanger darf auch nicht fehlen und so lassen sich bereits Vermutungen über den Inhalt des nächsten Bandes anstellen, der in der Danksagung des Autors bereits bestätigt wird und bei mir große Vorfreude geweckt hat. Von mir bekommt auch „Todesreigen“, wie sein Vorgänger, 4/5 Sternchen! 🙂

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