Rezension | "Touch my Jackass"

Aktualisiert: Jan 16


Titel: Touch my Jackass

Mangaka Scarlet Beriko

Verlag: Egmont

Erscheinungstermin: Oktoker 2017

Einzelband

Seiten: 240 Seiten

FSK: 18+

ISBN: 978-3770495719

Preis: 8,00 



✫✫✫✫ STERNE


Klappentext

Weil seine Schwester seine Jogginghose trägt, zieht Keisuke einfach ihre die Strumpfhosen an. So richtig lustig findet er das nicht, vor allem, als ihn sein bester Freund aus der misslichen Lage befreien will und dabei auch noch jemand hereinplatzt … Das ist nur der Anfang eines reizvollen Boys-Love-Vergnügens voller Verwicklungen und Laufmaschen.


Zeichenstil / Stil

Touch my Jackass ist mein erster Manga von Scarlet Beriko, aber ich muss sagen, das wird sicherlich nicht mein letzter bleiben. Sie hat einen unglaublichen und ausgereiften Zeichenstil. Sehr filigran und wahnsinnig schön. Sie achtet auf kleine Details, die die Zeichnungen realistisch wirken lassen, man taucht regelrecht in die Bilder ein. Das hat mir sehr gut gefallen. 

Was mir allerdings nicht so gefallen hat, ist dass man ins kalte Wasser geworfen wird und die Handlung sehr abrupt beginnt. Ich dachte zunächst, ich hätte aus Versehen einen zweiten Band gekauft. Leider sind einige Szenen sehr abgehakt und brechen plötzlich ab. Es geht unmittelbar mit den anderen Protagonisten weiter, ohne Bemerkung oder Anmerkungen ind Schrift- oder Bildform. Das hat mich an einigen Stellen etwas irritiert und ich musste einige Seiten zurückblättern. der Lesefluss wird dadurch gestört. 


Handlung

Der Manga war ein Spontankauf, ich habe den Klappentext nur überflogen, denn der Zeichenstil hat mich gefesselt und auf Anhieb überzeugt. Da habe ich gar nicht lange nachgedacht. Als ich dann die ersten Seiten gelesen hatte, die Erkenntnis... in meinem ganzen Leben, habe ich noch nie einen Manga oder generell ein Buch über dieses Thema gelesen. Gut, hätte ich den Klappentext vielleicht etwas aufmerksamer gelesen, dann hätte ich auch von selbst früher drauf kommen können, aber so war ich im ersten Moment doch etwas überrascht und perplex. Nach dem anfänglichen Schock fand ich es dann doch ganz witzig und die Idee gar nicht so skuril. Denn ihr müsst wissen: Der beste Freund von Keisuke hat einen Schöne-Beine/ Schöne-Beine-in-Nylonstrumpfhosen-Fetisch. Neben diesem, nennen wir es mal kuriosen Handlungsfaden, gibt es noch zwei weitere kleinere, eingeflochtene Storys, die alle miteinander verknüpft sind. Das finde ich toll, denn der Manga ist mit seinen 240 Seiten relativ dick und ich bin kein Freund dieser Bonusstorys, die meist hintendran gehängt werden.


Charaktere

Herzallerliebst, perfekt gezeichnet und sehr einnehmend. Die Gefühle und Emotionen kommen in der Zeichnungen und inneren Monologen richtig gut zur Geltung und mein Herz schlug für alle Charaktere. Auch an dieser Stelle habe ich jedoch einen winzig kleinen Kritikpunkt, allerdings ist das schon Kritik auf hohem Niveau, daher lasst euch davon nicht abschrecken. Zwei der Protagonisten sagen sich, meiner Meinung nach, unglaublich ähnlich und das hat zur Verwirrung geführt. Ich hätte mir da ein paar mehr Erkennungsmerkmale im Zeichenstil und der Ausarbeitung der beiden gewünscht.


Also?

Ich habe richtig mitgefiebert und war gespannt auf das Ende. Das war leider etwas vorhersehbar, daher auch nur 4 von 5 möglichen Sternen, aber alles in allem hat mich die Story, wie auch die Handlung überzeugen könnnen. So viele unterschiedliche Emotionen hat ein Manga selten bei mir ausgelöst. Ich habe alles durchlebt von der Schockstarre zum Herzschmerz bis zum Lachflash. Auf jedenfall eine Kaufempfehlung. 8,00€ sind für den Umfang des Mangas absolut gerechtfertigt, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit darin steckt. 

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